Released by Altin Village & Mine
AVM 053 - CD/LP/Digital

Release Dates
Worldwide: Nov 07, 2014


Blame it on the Ramones. After Deerhoof finished recording demos for La Isla Bonita this past February, they began rehearsing for an upcoming tour. Halfway through a run-through of a long-time Deerhoof live favorite, their cover of the Ramones classic "Pinhead," someone offhandedly asked, "Why don't we ever write a song like this?" So Greg quickly dashed off a song on a scrap of paper, showed it to the band, and they recorded the breakneck stomper "Exit Only" in one take. read more...

Quotes

Zur ihren Fans zählen Wilco, TV on the Radio und die Roots. Trotzdem proben Deerhoof noch immer im runtergerockten Übungskeller. Denn es gibt auch nach 20 Jahren kein Zugeständnis in Richtung Mainstream. "La Isla Bonita" ist unser Album der Woche. “La Isla Bonita”. Klar, das muss eine Anspielung auf Madonnas Hit von 1987 sein. Denken alle, außer: Deerhoof, die ihr neuestes Album so benannt haben. Und auch das Album funktioniert auf bewährte Deerhoof-Art: Es ist funky und sperrig, voller Überraschungen und Rhythmuswechsel. Deerhoof sind eine gut geölte Erwartungs-Zertrümmerungsmaschine. Die Band kommt eben aus der Noise-Rock-Szene der 90er, also aus Zeiten, als Sonic Youth und Pavement das Maß aller Dinge im Ami-Underground waren. Aber die Wurzeln liegen tiefer: So soll das Ramones-Stück „Pinhead“ maßgeblich für die Entstehung von „La Isla Bonita“ gewesen sein. „Exit only“ heißt der Song, der das Ramones-Cover „Pinhead“ auf der aktuellen Deerhoof-Tour ersetzt - Sängerin Satomi erklärt das auch mit dem Wunsch zur ursprünglichen Punkrock-Euphorie zurückkehren zu wollen. Und dazu gehört auch eine politische Haltung, die Drummer und Gründungsmitglied Greg Saunier z.B. in dem Song „Oh Bummer“ ausdrückt. Übersetzt heißt das „was für ein Reinfall“, und gemeint ist natürlich der amtierende Präsident der USA. Hier klingen Deerhoof dann eher nach Notwist als nach den Ramones. Bei Deerhoof herrscht bandinterne Demokratie. Man weiß damit nie, ob als nächstes auf einem Deerhoof-Album nun eine Punk, Funk oder Jazzrocknummer aufkreuzt. Und diese Unberechenbarkeit und Selbstbestimmtheit ist ihnen wichtig. Im neuen Jahrtausend sind ja diverse amerikanische Indie-Ikonen zu Major Labels gewechselt, sagen wir Modest Mouse oder die Shins oder Death Cab for Cutie, und sie alle sind in den Charts gelandet. Und natürlich bekamen auch Deerhoof Angebote, aber diese Option kommt für Satomi und den Rest der Band nicht in die Tüte. Und ihre Regeln werden sie auch in Zukunft selbst definieren, das hört man “La Isla Bonita” an. Es ist ein autonomes Statement von einer Band, die nach 20 Jahren immer noch nach Aufbruch und nach Umsturz klingt. Allein das macht sie schon so bemerkenswert.

BR Zündfunk

Die neue Deerhoof-Platte «La Isla Bonita» ist da. Und sie ist eine der Anwärterinnen für die ersten zehn Plätze der anstehenden Jahresbestenliste, so gut. Seit zwanzig Jahren ist die Band um den unbändigen Schlagzeuger Greg Saunier die liebste und einfallsreichste Nervensäge in der Noise-Pop-Landschaft. Eine Nervensäge, die von Musikern und Künstlern wie Graham Coxon, Adam Green, David Shrigley oder dem geschassten Flaming-Lips-Drummer Kliph Scurlock verehrt wird, die jüngst im «Guardian» allesamt Liebeserklärungen an die Band übermitteln durften. Eine Snare liehen Deerhoof denn auch von Scurlock für die Aufnahmen ihrer neuesten, bereits zwölften Platte, die sie im Keller des Gitarristen Ed Rodriguez aufgenommen haben. Diese ist nach dem üppiger instrumentierten Beinah-Prog-Rock des Vorgängers «Breakup Songs» – bei allen Verwinkelungen – wieder roher, direkter, lauter und auch zwielichtiger gestaltet. Natürlich gibt es immer noch die Naivität der singenden Bassistin Satomi Matsuzaki, die monströse Geisterbahnsongs wie die Single «Exit Only» in den idealen Soundtrack für überbordende Kindergeburtstagsfeste verwandeln kann. Zehn Songs, darunter das berückend schöne «Mirror Monster», bringen Deerhoof in 32 Minuten unter. Und es ist schon so: eine solch fantastische und kurzweilige Platte hat die grosse Live-Band schon seit sehr langer Zeit nicht mehr aus dem Ärmel geschüttelt.

Benedikt Sartorius

Tobsüchtig: Schauspieler Michael Shannon liefert im neuen Deerhoof-Video »Exit Only« das Mimenspiel zur instrumentalen Fratzenschneiderei der US-Musiker. Deerhoof, das hieß lange Zeit Deerhoof. Davor kam wenig, danach kam nichts. Die Band aus San Francisco stand allein auf weiter Flur. Wer John Dieterich, Ed Rodriguez, Satomi Matsuzaki und Greg Saunier musikalisch auf die Pelle rückte, wurde mit Killer-Riffs aus dem Weg geräumt, der Konkurrenz flogen Drumsticks um die Ohren, und ein Percussionsturm erledigte den Rest. So weit, so progressiv. Heute toben die Revierkämpfe: St. Vincent, Flaming Lips, Dirty Projectors – es wird hart gestritten um den Thron im Palast des bunt-brüchigen Art-Rock. Doch auch wenn die Tracks des US-Quartetts allzu oft nach struggle klingen, Ellenbogen sind nicht Deerhoofs Instrument. Eine goldene Nase haben sie sich in 20 Jahren Bandgeschichte ohnehin nie vedient, diese Gruppe gewann stets auf ihre Weise. »We are just fine without your promises« – was Matsuzaki in »Black Pitch«, dem vorletzten der zehn Tracks des gerade via Altin Village & Mine erschienenen Albums »La Isla Bonita« schiefsingt, darf als Credo der letzten zwei Deerhoof-Dekaden begriffen werden. Beständig sucht die Band nach dem Apfel im Paradies. Und beständig wird sie fündig. Irgendwas ist immer faul. Auch das Video zu »Exit Only«, gedreht von Vice Cooler (Peaches, Lee Ranaldo, EMA), ist irgendwie schräg. Matsuzakis Gesang klingt einmal mehr zu brav, um wahr zu sein, während die Vier- und Sechssaiter – und Schauspieler Michael Shannon (brilliant!) – fiese Fratzen schneiden.

Spex #1

Verbeugung vor den Ramones – die Band rockt und groovt so leichtfüßig wie lange nicht mehr. Ein Song auf dem neuen Deerhoof-Album heißt „Doom“ und hält natürlich überhaupt nicht, was der Titel verspricht. „Doom“ stößt in die Phalanx der größten Happy-Hits der Band aus San Francisco vor. Zwischen den tirilierenden Keyboards und den Kringel malenden Gesängen Satomi Matsuzakis verheddert sich auch einmal ein Bass im Gestrüpp oder eine Gitarre verschwindet in Noise-Spiralen und kommt nicht mehr zurück, bei Deerhoof passiert selten das, was in den Bauplänen des Pop und Rock steht. Songs wurden in der Vergangenheit gerne einer Stop-and-Go-Behandlung unterzogen, die dem Rock’n’Roll wieder die Aufregung schenkte, die ihm über die Mühen der Jahre abhandengekommen war. Auf La Isla Bonita trumpfen Deerhoof mit einer Leichtigkeit auf, die vom schweren Grooven kommt. Die sich auch in einer frischen Punkrock-Attitüde breitmacht, vor allem im Track „Exit Only“, den die Band aufnahm, nachdem die übrigen Demos schon standen. Eine Verbeugung vor dem plärrenden „Blitzkrieg Bop“ der Ramones. Dass das jetzt alles so mühelos unter einen Hut findet, verdankt sich auch der Extra-Präsenz von Satomi Matsuzaki, die die disparaten Elemente im Bandsound mit einer Schleife verbindet – Melodie, Gitarrenstörfeuer, funky Beats und Noise. Was soll ich sagen, La Isla Bonita rockt wie selbstverständlich.

Musikexpress

Wenn die Bezeichnung »experimenteller Indierock« als Genrezuschreibung für Deerhoof nicht viel zu langweilig klingen würde, könnte man die Musik des umtriebigen US-Quartetts um Sängerin Satomi Matsuzaki wohl so nennen. Seit 1994 zerlegt die Band den guten alten Rock in seine angestaubten Bestandteile, nur um diesen später auf aufregende Art und Weise wieder neu zusammenzusetzen. Wer die Kalifornier schon einmal live erlebt hat, weiß um die Energie, die von den Musikern auf der Bühne ausgeht. Dass sich Deerhoof diese Unbekümmertheit und Spielfreude selbst im 20. Jahr ihres Bestehens bewahrt haben, ist keine Selbstverständlichkeit und gehört zu den großen Stärken der Ausnahmerocker aus San Francisco. Auch das famos betitelte zwölfte Album »La Isla Bonita« macht da keine Ausnahme und besitzt wieder die frische Energie eines Debüts. Komplexer Krach, zusammengehalten von Satomi Matsuzakis unverkennbarem Gesang und den kindlichen Melodien, die selten die Drei-Minuten-Marke sprengen. Dadurch klingen Deerhoof noch genauso ungewöhnlich gut wie zu ihren Anfangszeiten.

Intro

Deerhoof machen zu ihrem 20-Jährigen das Dutzend voll und beschenken sich mit einem Album, das zunächst auf den klangvollen Titel „La Isla Bonita“ – die schöne Insel – hört und demnach auf Madonnas gleichnamigen Nr.-1-Hit aus dem Jahre 1987 Bezug nimmt. Gehostet wird die runde Geburtstagsparty (zumindest in Europa) auf dem qualitativ herausragenden Leipziger Label Altin Village & Mine, dessen jüngste Veröffentlichungen („Life Under Palmtrees“ von Jason & Theodor, „Unbreak My Heart“ von Young Hare u. a.) ähnlich paradiesische Assoziationen zulassen und ebenso wenig vor vermeintlich „cheesigen“ Referenzen zurückschrecken. Aber Deerhoofs Zitierfreudigkeit wurde im Laufe der Jahrzehnte v. a. auf ihre Bewunderer transferiert. So wirkte ihre Strahlkraft auf solch omnipräsente Vertreterinnen und Vertreter, die mitunter jenen kommerziellen Erfolg verbuchen konnten, der ihrer Inspirationsquelle stets verwehrt blieb: St. Vincent, Dirty Projectors, tUnE-yArDs oder auch die Flaming Lips berufen sich allesamt auf Deerhoof, haben deren DNA adaptiert und verinnerlicht. Von Seiten der Popkritik wurden die vier aus Kalifornien bzw. Japan seit jeher für die fehlende Funktionalität ihrer Songs geschätzt. Martin Büsser schrieb einst über Deerhoof: „Die Verbindung von Pop und Avantgarde muss nicht notgedrungen im Staatstheater enden oder sich danach anhören“. Dementsprechend unkonventionell klingt auch „La Isla Bonita“. Seitdem sich die Mitglieder in so ziemlich alle geographischen Richtungen der Vereinigten Staaten verteilt haben, verlagerte sich das jeweilige Betätigungsfeld zunehmend in Richtung Produktion und (Re-)Mixing (u. a. für Asobi Seksu, Xiu Xiu, Delta 5, Parenthetical Girls und E.D. Sedgwick), was nun deutlich spürbar ist. Die Soundästhetik auf „La Isla Bonita“ changiert zwischen schroff und irgendwie eingängig („Black Pitch“), elegisch und nervös („Paradise Girls“), kurz: zwischen Nerv- und Nerdmusik. Die scheinbare Schönheit des ätherischen Dream-Poppers „Mirror Monster“ trifft dabei auf die kantige Sperrigkeit von „Last Fad“. „How do you want to live?“, fragt Sängerin und Gitarristin Satomi Matsuzaki gewohnt unbeschwert in „Doom“ und gibt ein paar Takte später mit einem flatternden und doch so lebensbejahenden „Deny!“ eine mögliche Antwort darauf. Die Dub-infizierte Rhythmik von „Tiny Bubbles“ kommt derart erfrischend daher, als hätte der frühe britische Post-Punk um Bands wie The Pop Group und This Heat, The Slits und Lifetones nie stattgefunden. Getreu dessen Prinzip des „Rip It Up And Start Again“ vollbringen es Deerhoof selbst 35 Jahre später, alles einzureißen, um in diesem Sinne eine gänzlich originäre Formen- und Klangsprache zu entwickeln, die eben ihren Wiedererkennungswert ausmacht. Auch 2014 negieren sie gewohnte bzw. tradierte Hörgewohnheiten, dekonstruieren gängige Rockismen, die dazugehörigen Song-Schemata und setzen aus all diesen Fragmenten ein vielschichtiges Album mit der so Deerhoof-typischen Weirdness zusammen. Auch wenn die Rezeption Deerhoofs mitunter in einem diffusen Feld aus Noise-Rock, Art-Punk und Queer-/Genderkontext stattfand, erscheint jenes Korsett doch zu eng. So versteht es das Quartett aus San Francisco wie kaum eine zweite gegenwärtige Band, ihren ganz eigenen Kosmos aus besagtem Krach und Pop, Atonalität und Minimalismus zu erschaffen. Verwurzelt im (DIY-)Punk, bestand und besteht auch weiterhin Deerhoofs spezifischer Verdienst darin, ihren Entwurf einer leidenschaftlichen (Gitarren-)Musik auf so unprätentiöse wie mitreißende Weise aufzuzeigen und so eine Entsprechung von konsequenter künstlerischer Selbstverwirklichung zu sein.

Byte FM

Da bleibt einem glatt die Spucke weg – Deerhoof kommen mit einer neuen Platte, »La Isla Bonita«. Das wird erst einmal den wenigsten etwas bedeuten. Jedoch spätestens nach ein paar verdutzten Blicken gen Trailer dürfte klar sein, dass hier Geschichte gemacht wird. Und zwar Geschichte, die jegliche andere Geschichte ad absurdum führt. Nennen wir es – um ein letztes Mal das Wort »Geschichte« zu verwenden –, Musikgeschichte für Freunde des Verschrobenen. Zu diesen gehören wir auch. Es fällt schwer, diese Band in Worte zu fassen, geschweige denn, mehr zu ihnen zu sagen. Ihre Wurzeln haben etwas mit den Ramones zu tun, der Gesang ist meist weiblich und tatsächlich sieht einer von ihnen aus wie Joey Ramone ohne Mähne. Musikalisch bewegt sich das Quartett aber eher zwischen Yoko Ono-Performance-Wahnsinn, Grizzly Bear auf Amphetamin und der Chaos Theorie. Ein gelungenes Werk, wie wir finden, aber wo kommen die nur so plötzlich her? In Anbetracht der Tatsache, dass sie hier niemand kennt, erstaunt es umso mehr, dass Deerhoof in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern.

Dingoflamingo

Am 4. November veröffentlicht die kalifornische Art-Rock-Band Deerhoof ihr neues Album “La Isla Bonita” bei Altin Village & Mine Records. Die Bandmitglieder beweisen sich auch nach 20 Jahren Bandgeschichte immer noch als echte Workaholics, denn mindestens alle zwei Jahre darf man mit einem neuen Release des Quartetts rechnen. Mit “Last Fad“, das sich in brillianter Weise zwischen unkonventionellen Riffs und dem charismatischen Gesang von Satomi Matsuzaki bewegt, präsentieren Deerhoof jetzt einen weiteren Song aus ihrem neuen Album... Passend zum Stream des neuen Songs ist ebenfalls seit heute der Albumteaser zu “La Isla Bonita” online, der erste Einblicke in die teils roughen Stücke gibt. Diese Seite der Songs lässt sich einfach erklären, denn der instrumentelle Teil des Album wurde komplett im Keller von Gitarrist Ed Rodriguez aufgenommen. Nach einer Woche wurden die entstandenen Demos an ihren Produzenten Nick Symvester geschickt, der kurze Zeit später mit Satomi Matsuzaki die Vocals aufnahm, welche eine poppigere Seite des Albums zu Tage bringen. Über ihren Aufnahmeprozess heißt es dazu auch: “Funnily enough, this was how Deerhoof had begun, and now they had perfected it.”

Diffus Magazine

Eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe wäre es auch wieder im neuen Werk ‘ La Isla Bonita ‘ von Deerhoof nach Langeweile zu suchen. Diese unverwechselbare Selbstparodie, der ästhetische Anspruch, die unaussprechliche Chemie der intensiven Beräucherungen und die herrlich verschrobenen Gitarren überschäumen uns letztlich mit konsequenter Verweigerung des Mainstreams. Deerhoof singen dabei über alles mögliche, “You enter U.S.A. / Welcome to speech of freedom / Thank you for coming / Get out now,” so die Zeilen zwischen Power-Akkorden in ‘ Exit Only ‘, oder auch die eigen geschaffenen Paradiese zu “Girls/ Who play the bass guitar…Girls/ Who are smart” zwischen juckenden Gitarrenriffs und Greg Saunier’s geräumigen Trommelschlägen klingen wie aus einer uns fremden Welt entzogen. Der üppige feministische Punk ist freistehend und abgestumpft, dunstig und verraucht – eine fesselnde Reizüberflutung nach dem ersten Durchlauf. “Fuck it! Baseball is canceled!” Den Höhepunkt erreicht die Platte ohne Zweifel im bereits angesprochenen und verdammt eng gestrickten ‘ Exit Only ‘. “We’re gonna want you/ We’re gonna want you/ We’re gonna want you 24/7“. Immer und überall präsent ist dabei der direkte Draht in eine seltsame Unergründlichkeit. ‘ Mirror Monster ‘ ist eine exquisite Ballade, eines der schönsten Dinge die Deerhoff jemals erschaffen haben, mit klassischen Akkorden und prismatischen Gitarren. Nicht minder gelungen ist das abrasive, ungezwungene und weithallende ‘ Big House Waltz ‘. Ja Deerhoof leisten in Ihrem zwölften Studioalbum ganze Arbeit, verdrehen Bässe, lassen Rhythmen merkwürdig schwanken, schreiben unglaubliche Wendungen, beladen diese zugleich noch mit roher Energie und erfreuen sich dann wie kleine Kinder an der chaotischen Mischung. Ein Hoch auf Deerhoof!

Oh Fancy

Das dreizehnte Deerhoof-Album beginnt mit einer recht zugänglich rockigen Hommage an Joan Jett, Janet Jackson, Kim Gordon und Kathleen Hanna. Der zweite Track, »Mirror Monster«, ist eine ruhige Ballade. »Doom« klingt schon ein wenig zackiger und vertrackter, aber erst mit »Last Fad« wird die Musik wirklich wie gewohnt angenehm sperrig und tüftelig. Ist die Band nach zwanzig Jahren wirklich poppiger geworden oder einfach nur entspannter als sonst? Produziert hat dieses Mal jedenfalls der Mr. Dream-Schlagzeuger Nick Sylvester, und die Band legt ungewöhnlich viel Wert auf einfache Arrangements und sich wiederholende Grooves. Das gilt auch für den Punkrock-Kracher »Exit Only«, der in Anlehnung an den Ramones-Klassiker »Pinhead« entstanden ist; eine ewige Lieblings-Live-Coverversion der Band, die hier recht ordentlich zupackt. Das Album hat aber auch noch diverse andere krachige, experimentierfreudige und spannende Momente. Die Band klingt auf »La Isla Bonita« zwar weniger spektakulär als sonst, ist aber spielfreudig wie eh und je. Zudem besticht Deerhoof wie immer durch ungemein kraftvolles Schlagzeug- und einfallsreiches, hakeliges und effektgeladenes Gitarrenspiel sowie interessante und phantasievolle Arrangements.

HHV Magazine

Heute erscheint endlich das neue Album von Deerhoof auf Altin Village & Mine Records. Es trägt den wundervollen Namen La Isla Bonita und es ist das mittlerweile zwölfte Studioalbum der Band aus San Fransisco. Deerhoof, die für ihre unkonventionellen und destruktive Musikstrukturen bekannt sind, klingen darauf vor allem losgelöst, tanzbar und entspannt. Hier das Video zu Mirror Monster, bei dem Todd Chandler die Regie geführt hat.

Hey

Para assinalar os vinte anos de carreira, o quarteto natural de San Francisco publica um novo "larga duração", intitulado "La Isla Bonita". Foi gravado em Portland, na "cave" do guitarrista Ed Rodriguez, local perfeito para a prática do "ruidismo" - ao lado só existe um parque de estacionamento. "La Isla Bonita" foi gravado "live", modo DIY com produção do jornalista e produtor Nick Sylvester, que colocou o foco principal na voz da exótica Satomi Matsuzaki (o exotismo é característica bastante apreciada no apartamento deste escriba), com base em arranjos simples e grooves repetitivos, pilares fundamentais dos vinte anos dos Deerhoof... Em modo de comemoração (não consigo dizer que não a uma "birthday party"), temos a honra de estrear o vídeo de "Exit Only", canção registada apenas num "take" e inspirada no clássico dos Ramones "Pinhead", fruto da pergunta "Porque não fazem vocês uma música assim?", após uma versão desta ao vivo... Não sei quem foi o autor da inquirição, mas deixo-lhe os meus sinceros agradecimentos por ter sido a semente de 2:46 minutos de tão bela descarga eléctrica com melodias pop! Realizado por Vice Cooler, autor de vídeos para EMA, Peaches ou Lee Ranaldo, "Exit Only", tem como figura principal o actor Michael Shannon, protagonista do recomendável "Take Shelter", dirigido por Jeff Nichols. Haverá melhor maneira de celebrar vinte anos de longevidade underground?

Vice (Portugal)

Hace unos días que Deerhoof regresaban con “La Isla Bonita”, un nuevo trabajo con el que siguen dando rienda suelta a su eclético universo musical, y con el que se encuentran en plena promoción. Así que tras haber estrenado el video de “Mirror Monster”, ahora hacen lo mismo con el sencillo “Exit Only”. Dirigido por Vice Cooler / Hawnay Troof , y protagonizado por Michael Shannon ha quedado así de bien:

Nos Gusta La Musica

I Deerhoof propongono un indie rock cristallino, ben suonato e dal piglio giusto. "La Isla Bonita" è un disco fortemente coeso, e molto roccioso. Mi piace impallare in questo sound deciso e conciso. Questa band fa le cose sul serio, si spende e si propende per realizzare un prodotto genuino senza troppi fronzoli. Le canzoni sono mine che si conficcano nel fianco dell'ignaro ascoltatore. Tutto risulta molto veloce in questa proposta sonora, i musicisti in questione hanno investito su una lapidaria fisicità emotiva. "Doom" è il brano che ho, inesorabilmente, apprezzato di più in questo album. Mi pare che questa composizione riesca a rendere, molto bene, il succo del concetto sonico dei Deerhoof. Idee semplici e notevolmente condensate, non c'è molto altro nel mood di questi musicisti. Fa piacere constatare come costoro, senza troppi giri di parole, riescano ad arrivare al fulcro del problema. Pentagramma nudo e crudo che dipana, orgoglioso, contorti ghirigori...Amabilmente onesto...

Libero

Do Deerhoof ever get bored? In a revolving gallery of evaporative avant-pop weirdos, they churn out album after distinctive album without ever breaching self-parody. As an aesthetic conceit, "weird" only works as long as it's novel—if you're going to wallow in it for two decades, you'd better be prepared to regenerate yourself constantly. But Deerhoof make music like a group of friends who never get sick of each other's jokes. Their 13th album, La Isla Bonita, is among their most accessible, reaching for moments of escapism that never entered the frame on 2012's Breakup Songs. Between the album's title and the name of its first track, "Paradise Girls", La Isla Bonita promises tropical hues that it only delivers superficially. On a mechanical level, it functions the way Deerhoof's music has always functioned: isolated lyrical snippets pop in and out, refusing to cohere into a narrative, while the guitar, drums, and bass alternately concoct blissful grooves and total disorientation. Deerhoof thrive in the space between the sugar you want and the acid you get. They're generous with their ironies on La Isla Bonita, starting with "Paradise Girls", a song that inverts its own premise. The title calls to mind women's bodies presented as set decoration for a steamy male utopia—ad copy for sleazy West Coast entertainment. Satomi Matsuzaki's lyrics counter that expectation by describing girls who make their very own paradise: "Girls/ Who play the bass guitar...Girls/ Who are smart." Rumbles of her bass mingle with John Dieterich's itchy guitar riffs and Greg Saunier's spacious drumbeats. Breakup Songs leaned heavily on anemic synthesizer sounds to round out its eerie, space-age profile, but with La Isla Bonita, Deerhoof sink back into punk rock's bare bones just to see how much they can crank out of them. With a purely organic template behind her, Matsuzaki's voice finds new pockets of space to fill, which helps her nail in her nonsensical lines even deeper. Run through the sour, bass-driven groove of "Last Fad" a few times, and you'll have no idea how the words "Baseball is canceled/ ET is running late" keep getting stuck in your head. It doesn't matter—they're there. Matsuzaki slips them in so skillfully you'll want to adopt them as a catchphrase for when everything goes wrong: "Fuck it! Baseball is canceled!" The record's climax "Black Pitch" sweeps Deerhoof's tight patterns into a satisfying pop catharsis. It starts with something like a threat: "We're gonna want you/ We're gonna want you/ We're gonna want you 24/7," Matsuzaki insists. The riffs behind her stay nervous; Saunier's drums shift and shake. And then the song crests. Matsuzaki sings over herself as if from far away, stretching her syllables until the backing drops out and it's just her and her own echoes, alone in the void. A big part of Deerhoof's power comes from their inscrutability. They've got the rare talent of affecting emotion without supplying a direct line into any kind of inner narrative, of inspiring release in the abstract. La Isla Bonita doesn't solve any mysteries, but it does cut some new faces on a band that feeds on its own newness.

Pitchfork

Deerhoof’s charismatic frontwoman, Satomi Matsuzaki, is sitting in her first floor apartment in Greenpoint, Brooklyn, gazing at the grey day outside her window. The crummy, blah weather is the complete opposite to her summery Snoopy t-shirt (organza on the back, cotton in front) and short-shorts. We know all this because we asked her a bunch of creepy questions as soon as she picked up the phone. “Where are you?” she demands in return. London, as it happens, where it is also grey, and additionally, pissing with rain. But this interview isn’t about me, it’s about four feisty noise-punks who came together in San Francisco and who are about to drop their thirteenth album, La Isla Bonita (which shares a name with one of Madonna’s finest compositions, let’s not forget). This year Deerhoof also celebrate their twentieth anniversary. Rewind to May 1995, when a young Satomi was fresh off the tarmac from Japan, drummer Greg Saunier and former bassist Rob Fisk had already been making music as Deerhoof for a year. A mere week after meeting Satomi they upped to a trio and hit the road. Roll on 19 years, 13 albums, six broken amps, four more lineup changes (currently it’s Satomi, Greg, and guitarists Ed Rodriguez and John Dietrich), and a shift from minimal noise improv to pop-infused noise-punk, and you have Deerhoof in a nutshell.

Vice (USA)









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Deerhoof: La Isla Bonita

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Deerhoof. La Isla Bonita

Altin Village & Mine - AVM 053

Blame it on the Ramones. After Deerhoof finished recording demos for La Isla Bonita this past February, they began rehearsing for an upcoming tour. Halfway through a run-through of a long-time Deerhoof live favorite, their cover of the Ramones classic "Pinhead," someone offhandedly asked, "Why don't we ever write a song like this?" So Greg quickly dashed off a song on a scrap of paper, showed it to the band, and they recorded the breakneck stomper "Exit Only" in one take. "And we suddenly realized," Greg says, "this is the whole thing, this is what the whole record is about!

A little background: For years, Deerhoof was the only band that sounded like Deerhoof. It wasn't a far-sighted career move, it was simply the only sound they knew how to make. Their early records were essentially rehearsals recorded on rubble. But in that rubble Deerhoof had planted a seed. And that seed took: when before the steady chug of post-Velvets indie had been the rule, Deerhoof's neck-snapping syncopations, classical melody, minimal gear and maximal music has slowly become part of the vocabulary: St. Vincent, Flaming Lips, Tune-Yards and Dirty Projectors are just a few of the bands to have absorbed some Deerhoof DNA.

Satomi, Ed, John and Greg have never become rich and famous but they've triumphed in their own way - this year, Deerhoof celebrates its 20th anniversary, having made a dozen consistently acclaimed albums and taken hundreds, maybe thousands, of ecstatic and loyal audiences all over the planet on the never-the-same-twice thrill-ride of their live show. "We neither had it all nor shall we," sings Satomi on "Black Pitch," from La Isla Bonita. "We are just fine without your promises."

At a soundcheck last year, Greg had started playing the beat to Can's trancey classic "Vitamin C," and right then and there, the band resolved to make a groove record, with streamlined arrangements and killer repeating riffs. The concept soon expanded into a paean tofin de siècle decadence - "our late-capitalist American version of waltzing into oblivion," says Greg.
The band eventually convened at Ed's house in Portland, Oregon and set up a makeshift practice room in his musty basement. For a week they banged out rough rehearsal demos to send to producer and Godmode Records honcho Nick Sylvester, who had been an early, ardent and influential Deerhoof supporter back when he was a music critic for Pitchfork and the Village Voice. No one gave much thought to microphone placement and other technical matters, or playing the parts perfectly, or even staying in tune. It was unselfconscious, spontaneous and fun, all four musicians playing in the same tiny room at the same time. "We forgot," says Greg, "that the camera was there."

When they listened to the tracks, the band had an epiphany: it was nothing but guitars and drums recorded in a basement and yet the music was ineffably evocative and powerful. They realized they had just recorded their new album. Funnily enough, this was how Deerhoof had begun, and now they had perfected it.

In May, Sylvester recorded the vocals, and that's where the album's pop side comes out: Satomi's singing is front and center, and if it sounds like she's commanding the band, it's because she was. Satomi was determined to make a record that was not just for hardcore Deerhoof fans but instead would speak to everybody. As the inevitable temptation to sweeten the mix and edit down the takes crept in, Satomi kept everything focused on repeating grooves and simple arrangements. So instead of a blink-and-you-missed-it approach, we get the devastating one-note ostinato on "Big House Waltz" or the whiplash syncopations of "God 2." La Isla Bonita happily serves its riffs up on a platter. And it rocks.

But there's a darkness to the songs. While Satomi's voice might ring like a sweet bell, John and Ed's guitars resound with uncanny, virtuosic abandon, and Greg drums with his ingenious wallop, the gnomic lyrics juxtapose images of false paradise with a sense of declining empires and decay, a foreboding portrait of an American Weimar. "Mirror Monster" is an exquisite ballad, one of the most beautiful things Deerhoof has ever done, with classical chords and prismatic guitars and dramatic key changes, but it's also an angry, post-apocalyptic song. In "Doom," there is no place to go, punctuated by one very damning word - "deny" - delivered in a child-like sing-song that counterpoints its ominous implications. "Oh Bummer" is a cryptic indictment, mournful and eerie, and the music is downright cataclysmic.

Still, Deerhoof can't resist infusing the gloom with joy. And so La Isla Bonita is punk rock in yet another sense: it shouts "No!" in the most life-affirming way. It is the glorious sound of four musicians owning their own hard-won and richly deserved legacy. Even as western civilization goes down the tubes.

Cat.no.: AVM 053
Format: CD/LP/Digital/Promo

Tracklisting

1
1. Paradise Girls
2. Mirror Monster
3. Doom
4. Last Fad
5. Tiny Bubbles
6. Exit Only
7. Big House Waltz
8. God 2
9. Black Pitch
10. Oh Bummer

Release Dates:
Nov 07, 2014 (Worldwide)